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2018.06.17 Kerb 2018

PRESSEINFORMATION
Petra Müller-Klepper
Mitglied des Hessischen Landtags



Bildunterschrift:
Freude über die Landesförderung: Stadtrat Stefan Gellweiler, Bürgermeister Jürgen Helbing, 1. Stadtrat Karl-Heinz Augustin, Ottmar Missler, Vorsitzender Förderverein der Feuerwehr Wollmerschied, Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper, der Leiter der Voraushelfer-Gruppe, Reinhard Schuld (von links nach rechts)
 

Voraushelfer brauchen neue Absaugpumpe
Land hilft bei Ersatzbeschaffung
Müller-Klepper lobt Gruppe: „Kompetente Helfer und Lebensretter“
 

Lorch-Wollmerschied. Die Voraushelfer der Freiwilligen Feuerwehr Wollmerschied erhalten Unterstützung vom Land, um die dringend benötigte, neue Absaugpumpe anschaffen zu können. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper, die von der Gruppe um Hilfe gebeten worden war, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro bewilligt. Diese gute Nachricht konnte die CDU-Politikerin bei der traditionellen Kerb überbringen, die von der Feuerwehr am vergangenen Wochenende ausgerichtet wurde.

 

„Der Hilferuf ist auf offene Ohren gestoßen. Mit der Landeszuwendung ist rund die Hälfte der Kosten gedeckt und der Grundstock für die dringend notwendige Beschaffung vorhanden, die für die Patienten lebenswichtig ist“, freute sich Petra Müller-Klepper.
 
„Kurzfristig hat unsere elektrische Absaugpumpe den Geist aufgegeben, so dass wir zeitnah für Ersatz sorgen müssen. Das Gerät ist ein notwendiges Hilfsmittel bei der Herzlungenwiederbelebung“, erläuterte Reinhard Schuld, der Leiter der Voraushelfer-Gruppe. Beim Elektroschock komme es häufig zu Erbrechen. Die Voraushelfer müssten dann schnell die Atemwege frei saugen. „Ohne diese Maßnahme hat der Patient keine Überlebenschance.“
 
Schuld dankte der Abgeordneten, die bereits mehrfach bei der Verbesserung der Ausstattung behilflich war. Auf ihre Vermittlung war beispielsweise die Anschaffung von Rettungsdienstjacken möglich geworden, die die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen.
 
„Die Voraushelfer der Feuerwehr Wollmerschied sind als Garant der Notfallversorgung ein Segen – sie helfen und retten Leben. Wenn sich in den Höhengemeinden von Lorch ein medizinischer Notfall ereignet, überbrücken sie kompetent mit Erste-Hilfe-Maßnahmen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und reduzieren das so genannte versorgungsfreie Intervall. In etwa fünf Minuten sind sie vor Ort“, lobte Petra Müller-Klepper.
 
Dies sei für Wollmerschied, Ransel und Umgebung von besonderer Bedeutung – denn die Anfahrtszeit des Rettungsdienstes betrage 12 bis 15 Minuten. Sei das Rettungsfahrzeug in Lorch belegt, erhöhe sie sich auf 25 bis 30 Minuten. Die Gruppe stelle die Tag- und Nachtbereitschaft sicher und sei ein entscheidendes Element in der Rettungskette. Die hervorragende Arbeit werde in ehrenamtlichem Engagement geleistet, was besondere Anerkennung und Unterstützung verdiene.
 
„Die Wollmerschieder Voraushelfer sind eine vorbildliche Freiwilligeninitiative, die Pionierarbeit geleistet hat. Sie wurde 2002 als erste Voraushelfer-Gruppe im Rheingau-Taunus auf Initiative von Reinhard Schuld gegründet und war hessenweit eine der ersten so genannten First Responder“, so die Abgeordnete. Aus dem Experiment sei ein etabliertes Modell geworden. „Die Wollmerschieder Voraushelfer sind nicht mehr wegzudenken. In 16 Jahren haben sie bei mehreren hundert Einsätzen so manches Leben gerettet.“
 
Petra Müller-Klepper dankte den Einsatzkräften und insbesondere ihrem Leiter Reinhard Schuld für den unermüdlichen Dienst am Nächsten. Dankesworte richtete sie auch an die Feuerwehr Wollmerschied, die die Gruppe trägt. „‘Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr‘ – diesem Leitprinzip der Floriansjünger geben die Voraushelfer in der Umsetzung eine neue Dimension. Sie haben die Aufgabenpalette der Wehr um die medizinische Betreuung erweitert und leisten einen wichtigen Beitrag, um die Versorgung der Bevölkerung auf dem Land zu sichern.“