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Vereinschronik


vor 1930

In den Jahren vor 1930 existierte eine Pflichtfeuerwehr. Die Feuerwehr bestand aus ca. 25 aktiven Kameraden. Die Grundgeräte zur Brandbekämpfung wie Segeltucheimer, Handpumpe etc. waren vorhanden. Als unser Dorf  1922 einen Stromanschluss erhielt, mussten die Messingstrahlrohre mit Kordel umwickelt werden. Dies wurde durch Anton Hiller ausgeführt, der damals für die Geräte verantwortlich war.


1930

Im Jahre 1930 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied gegründet. Zur Gründung erhielt die Feuerwehr eine 8m-Schiebeleiter. Als erster Wehrführer wurde Johann Korn benannt.


1932

Am 05.02.32 brannte die Scheune von Johann Korn ab. Der Elektromotor für die selbstgebaute Kreissäge und den Häcksler war die Brandursache.


1933

Am 20.08.1933 gab es ein großes Feuerwehrfest mit Schiffschaukel und Tanzkapelle in Wollmerschied. Es spielten die „Steege" aus Welterod. Der Festplatz war in der Rheingaustraße 2 hinter dem Anwesen von Johann Korn. 3 Tage lang wurde gefeiert und getanzt. Am zweiten Festtag gab es Streit  über den Kassenbestand, wonach Johann  Korn zurücktrat. Karl Schuld (Vater von Arthur Schuld) wurde  zum neuen Wehrführer gewählt.


1935

Am 29.06.1935 (Peter und Paul) unternahm die Feuerwehr einen Ausflug an den Laacher See. Die Fahrt kostete 4,-RM. Das Mittagessen gab es beim Goldenen Ochsen in Mayen und zum Abschluss wurde in Koblenz eingekehrt.


1936

Am 05.02.1936 kam die erste große Bewährungsprobe für die Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied. Bei Hiller / Zinser Hauptstraße 37,38  (heute Hiller/ Leitz) brannten beide Wohnhäuser.  Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Bei der Brandentstehung probte die Feuerwehr gerade ein Theaterstück beim Tutt (Gasthaus Zinser) ein. Peter Pinger (Vater von Erika Klärner) entdeckte als erster den Brand, der im Hause Hiller auf dem Speicher entstanden war. Beide Häuser, Scheune und Stall der Familie Hiller brannten nieder. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte die Scheune von Zinser und der komplette Viehbestand gerettet werden. Am 07.02. wurde noch Brandwache gehalten. Wegen der Kälte musste die Brandwache jedoch alle 1 1/2 Stunden gewechselt werden.

Am 08.04.1936 kam ein Schneesturm aus Nordosten, der bis zum 09.04.1936 andauerte. Durch die Schneelast wurden 80% des Nadelwaldes zerstört. Die Schneehöhe lag bei 0,5m bis 2m bei den Schneeverwehungen. Der Reichsarbeitsdienst und die Feuerwehr (Dorfbevölkerung) wurden für die Aufräumarbeiten eingesetzt. Noch heute erinnert ein Gedenkstein am Forsthaus an dieses Ereignis.

Am 29.06.1936 fand eine Fahrt nach Frankfurt statt. Besucht wurden Flughafen, Palmengarten und Zoo.


1937

Es wurde die erste Motorspritze angeschafft. Sie wurde auf einen luftbereiften Anhänger gestellt und von einem Traktor gezogen. Davor gab es nur eine Handpumpe.


1943

Bisher erfolgte die Alarmierung durch Sturmläuten, d.h. durch Läuten der Kirchenglocken mit kurzen Unterbrechungen. Bei Übungen wurde die Feuerwehr mit dem Signalhorn gerufen. Dabei wurde die Melodie des Liedes „Feuerwehr komm schnell herbei, Feuerwehr komm schnell herbei, es brennt, es brennt, es brennt net" gespielt.  Während des Krieges wurde eine Sirene installiert.


1945

Bei Kriegsende April 1945 brannte die Scheune von Anton Zinser durch eine Phosphorgranate. Diese hatten die Alliierten auf dem Rückflug noch entladen. Die Jugend hatte mit der Motorpumpe den Brand bekämpft und das Löschwasser aus dem Dorfbrunnen (beim Backes) geholt. Da die Pumpe jedoch zu schwer war, um diese wieder in das damalige Gerätehaus im Schulhof zu schieben, ließen sie den Pumpenwagen am Backes auf der Straße stehen. Die einrückenden Amerikaner banden den Wagen an ihren Jeep und nahmen die Pumpe mit. Im Bereich Vorderstraße 2 riss ihnen jedoch das Seil ab, mit dem sie den Pumpenwagen angebunden hatten . Daraufhin ist ein US-Soldat mit gezogenem Messer auf Peter Pinger (Vater von Erika Klärner) zugelaufen, welcher starr vor Angst und Schrecken stehen blieb. Doch der US-Soldat schnitt nur die Lederriemen von Peter Pingers Leiterwagen ab, damit der Pumpenwagen wieder an den Jeep angebunden werden konnte.


1946

1946 ist dann die 2. Motorspritze in Watzelhain gekauft worden und zwar durch Vermittlung der Brandkasse. Jakob Kraus (Schmied von Ransel) hat den eisenbereiften Wagen umgebaut und die Motorspritze draufgesetzt. Es war eine alte Spritze von 1878. Die Motorspritze steht heute als Leihgabe im Weiseler Museum.


1952

Am 15.08.1952 brannten die Scheunen von Familie Simon und Schwank Vorderstraße 2 und 4. Der Blitz hatte in die Scheune von Simons eingeschlagen. Das Großvieh konnte gerettet werden. Die Hühner verbrannten bzw. sind vor Angst in das Feuer hineingeflogen. Da in der Vorderstraße alle Scheunen und Häuser aneinander gebaut  waren, war es wie ein Wunder, dass nicht mehr Gebäude als die zwei Scheunen und der Stall in Brand gerieten. Die Feuerwehren von Lorch, Ransel, Lipporn und Weisel halfen bei der Brandbekämpfung.


1959

1959 brach bei der sonntäglichen Feuerwehrübung ein Rad des Pumpenwagens. Aus diesem Grund musste ein neuer Spritzenwagen angeschafft werden.


1964

1964 wurde der Feuerwehrstützpunkt vom Schulhof in die heutige Feuerwehrhalle verlegt. Die heutige Feuerwehrhalle war früher die Garage für den Linienbus von Lorch nach Wollmerschied. Da die Hälfte der Halle der Gemeinde Ransel gehörte, musste der Ranseler Anteil von der Gemeinde Wollmerschied gekauft werden.

Von der Fa. Busse in Mainz wurde 1964 ein neuer Tragkraftspritzenanhänger TSA angeschafft.

Wegen einer Überschwemmung durch ein Unwetter wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz bei der Borstenfabrik (Fa. Waffenschmied) im Werkerbachtal gerufen.

Auch beim Hochwasser in Rüdesheim wurde unsere Wehr eingesetzt.


1966

Da zu einem neuen  Tragkraftspritzenanhänger auch eine neue Motorspritze gehört, wurde 1966 eine TS8/8 (800l/min bei 8 bar) angeschafft. Doch die neue Motorspritze hatte einen Nachteil. Durch den  erhöhten Wasserdruck der neuen Motorspritze, platzten die alten Hanfschläuche. Somit musste auf die neuen gummierten Schläuche umgestellt werden. Die Feuerwehr hatte zu diesem Zeitpunkt 17 aktive Mitglieder.

 
1969

Am 14.04.1969 konnten wir den ersten Frühjahrsverbandstag mit Unterstützung von Kreisbrandinspektor Kempenich in Wollmerschied durchführen. Im Gasthaus Zinser wurde der Verbandstag abgehalten. Vor dem Verbandstag wurde unter dem Wehrführer Nikolaus Spreitzer eine Übung an der damals noch vorhandenen Dreschhalle durchgeführt. Diese verlief so gut, dass der Grundstein für unser erstes motorisiertes Feuerwehrauto gelegt wurde.

Im Dezember 1969 wurde dann unser erstes TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) in Dienst gestellt. Das Feuerwehrfahrzeug wurde in Passau von Jürgen Schwank und Klaus Becker abgeholt. Der alte Tragkraftspritzenanhänger wurde für 50 Flaschen Wein nach Martinstal verkauft.

Die Feuerwehr stellte die Wasserversorgung zum Friedhof her und erhielt hierfür von der Gemeinde 400,- DM zur Anschaffung von Ausrüstung.                                             


1972

Die Wehren Ransel und Wollmerschied löschten gemeinsam am 24. August 1972 einen Waldbrand. Prof. Herbig von der Forstverwaltung Kammerburg bedankte sich mit folgendem Schreiben und einer Anerkennung von 100 DM. Durch die Leistung der Wehren wurden größere Schäden vermieden.

In der Nachbargemeinde Ransel brannte in der Nacht vom 17. auf den  18. Dezember das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Görtz. Die eingesetzten Wehren verhinderten ein Übergreifen auf das Nachbargebäude. Der Bürgermeister von Ransel, Herr Herbert Nick, bedankte sich bei der Wollmerschieder Wehr für die Hilfe und Einsatzbereitschaft.


1973

Die Wehr erhielt die ersten 5 Funkmeldeempfänger zur stillen Alarmierung. Die Feuerwehr hatte zu diesem Zeitpunkt 11 aktive Mitglieder.


1977

Erstmals wurde eine Weihnachtsfeier für alle Bürger der Gemeinde Wollmerschied und Feuerwehrfreunde veranstaltet. Die Durchführung der Tombola durch den Nikolaus fand großen Anklang. So wird bis zum heutigen Tag die Weihnachtsfeier der Gemeinde durch die Feuerwehr durchgeführt.


1978

Am 24. Februar 1978 wurde der „Verein Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied" gegründet. Ottmar Missler wurde zum 1. Vereinsvorsitzenden gewählt. Des weiteren gehörten Werner Krist, Bernd Schuld, Josef Schuld , Toni Dillmann, Francesco Canterino und Friedel Schuld dem Vorstand an.

Erstmals wurde das Abbrennen des Halefeuers am Fastnachtdienstag von der Feuerwehr übernommen. Hierbei wurde ein alter Brauch gepflegt, wobei der Erlös beim Verkauf von Erbsensuppe und Würstchen  für die Förderung der Feuerwehr vorgesehen war. In den Jahren davor waren für das Halefeuer immer die Abschlussklassen verantwortlich. Ab 1982 wird das Halefeuer in 3-jährigem Wechsel von den ortsansässigen Vereinen veranstaltet.

Vom 28. - 30.07.1978 wurde das erste Feuerwehrfest auf der Kreuzung Klosterstraße / Rosengartenstraße durchgeführt. Für jung und alt, aus nah und fern war das Fest ein großer Erfolg und „das Dorfereignis".

Außerdem fand die Übung „Frühlingssturm" am Forsthaus Wigwam in Wollmerschied mit allen 5 Wehren der Stadt Lorch statt.

Bei der Überflutung der Grube Kreuzberg war die Feuerwehr Wollmerschied mehrere Tage im Einsatz.

Am 16. Juni  1978 erhielt unser damaliger Wehrführer Bernd Schuld die Abbruchgenehmigung für die alte Feuerwehrhalle hinter der Schule. Hierfür erhielt die Feuerwehr Wollmerschied 1500,-DM als pauschale Aufwandsentschädigung.

Die Befestigung der Einfahrt in das Feuerwehrgerätehaus wurde in den Haushaltsplan der Stadt Lorch aufgenommen.


1979

1978 wurde das Festzelt noch mit Stangen aus dem Wald gezimmert. 1979 wurde dann für das erste Feuerwehrfest im ehemaligen Schulhof ein Festzelt von der Freiwilligen Feuerwehr Erbach für 225 DM gekauft. Die musikalische Gestaltung des Frühschoppens erfolgte bei diesem Feuerwehrfest durch die Blaskapelle Bornich.

Nachdem das Fest unter großem Erfolg durchgeführt wurde, konnte mit den Einnahmen im hinteren Bereich der Feuerwehrhalle in Eigenleistung durch Einziehen einer Zwischenwand ein Unterrichtsraum geschaffen werden.

Die Feuerwehr Wollmerschied wurde zur Unterstützung der Lorcher Wehr zu einem Dachstuhlbrand in die Langgasse nach Lorch gerufen.


1980

Für das im letzten Jahr erstandene Festzelt musste eine Unterstellmöglichkeit gefunden werden. Hierbei kam ein alter LKW-Container gerade recht. Ein passendes Untergestell wurde bei Fa. Schlaadt organisiert. Die Herrichtung des Containers zur Zeltlagerung erfolgte auf der Grube Kreuzberg.

Die aktiven Kameraden der Feuerwehr stellten in Eigenleistung den Unterrichtsraum in der Feuerwehrhalle fertig. Der Verein hatte hierfür 3000,-DM aufgewendet. Ottmar Missler lobte auf der Jahreshauptversammlung die aktive Einsatzabteilung für die geleistete Arbeit.

1980 fand der erste große, mehrtägige Ausflug statt. Mit 2 Bussen ging es in die Schweiz nach Muotathal. Seitdem werden regelmäßig mehrtägige Vereinsausflüge organisiert.

Das Jubiläum „50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied" wurde vom 18. - 20. Juli 1980 ganz groß im Schulhof gefeiert. Höhepunkt war ein Heimatabend, bei dem wir viele ehemalige Wollmerschieder begrüßen konnten.


1981

Die aktiven Feuerwehrkameraden veranstalteten eine „Rallye zu Fuß". Dieses Wanderspiel mit der Lösung von Rätseln rund um Wollmerschied wurde zum Erlebnis. Der Verein unterstützte dies mit 500,-DM.


1982

Unfall mit unserem Feuerwehrauto TSF in der Bienenbach. Die Feuerwehr Lorch übergab uns zur Sicherstellung des Brandschutzes ihr altes LF 8 Löschfahrzeug. Für diese unbürokratische schnelle Hilfe bedankt sich die Feuerwehr Wollmerschied bei den Lorcher Kameraden.

Vom 20. - 22. August 1982 fand wieder ein Grillfest im Schulhof unter der Leitung der Feuerwehr statt. Der Frühschoppen wurde von der Blaskapelle Lorchhausen gestaltet.


1983

Die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Ausstattung des Thekenbereichs im Dorfgemeinschaftshaus zur Nutzung für jedermann. Somit kann das Dorfgemeinschaftshaus für gemeinschaftliche Veranstaltungen besser genutzt werden.


1985

Reinhard Schuld wurde zum Stellv. Stadtbrandinspektor gewählt.

Die Feuerwehr Wollmerschied erhielt 4 Atemschutzgeräte.

Im Zuge des Partnerschaftsverhältnisses zwischen der Gemeinde Wollmerschied und dem 5/ Fla. Rgt. 5 wurde ein Preisschießen mit Faustfeuerwaffen bei der Bundeswehr Lorch durchgeführt. Sieger des Preisschießens war Friedel Schuld.

Die Feuerwehrhalle erhielt ihren ersten Außenputz und eine Dachrinne. Die Feuerwehr hatte zu diesem Zeitpunkt 22 aktive Mitglieder.

Am 2. November 1985 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied ein Zwiebelkuchenessen mit Federweißen im Dorfgemeinschaftshaus. Die Frauen der Feuerwehr hatten hierzu Zwiebelkuchen gebacken.


1986

Am 13. April 1986 erhielt die Feuerwehr Wollmerschied  vom neuen Jagdpächter, Hr. Nold, ein Löschgruppenfahrzeug LF16 mit 800 L Wassertank und zuschaltbarem Allradantrieb. Obwohl das neue Löschfahrzeug bereits 24 Jahre auf dem Buckel hatte, war es Top in Schuss. Die Wehr ist stolz auf ihr neues Fahrzeug. Das alte LF8 fand zur Brandschutzsicherung Verwendung bei der Fa. Schlaadt in Lorch.


1987

Einsatz bei einem Dachstuhlbrand in Ransel in der Gartenstraße. In dem unbewohnten Haus war durch Lötarbeiten ein Schwelbrand entstanden. Zum ersten Mal kamen unsere Atemschutzgeräte zur Brandbekämpfung im Inneren eines Hauses zum Einsatz.

Der Mähdrescher von Toni Dillmann brannte auf dem Feld durch heiß gelaufene Bremsen. Die Feuerwehr rückte schnell an und verhinderte einen größeren Schaden.


1988

Die Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied war beim Jahrhunderthochwasser in Lorch im Einsatz.

Bei einem Großfeuer in Ransel auf der Schaufel, brannte ein erst wenige Jahre altes Haus komplett aus. Den Bewohnern blieb buchstäblich außer den Kleidern auf dem Leib nichts mehr. Trotz Einsatz aller Stadtteilwehren gelang es nicht, das Haus zu retten. Dies war bisher einer unserer größten Einsätze. Viele Bürger auch aus Wollmerschied halfen mit Spenden.

Um den Spielplatz etwas attraktiver für unsere Kleinen und zukünftigen Kameradinnen und Kameraden zu gestalten, errichtete die Feuerwehr Spielgeräte auf dem Spielplatz.

Am 01. und 02. Oktober 1988 veranstaltete die Feuerwehr Wollmerschied gemeinsam mit der Sportgemeinschaft ein geselliges Wochenende im Schulhof. Zum Frühschoppen spielten Benno und Co. aus Espenschied auf.


1989

Die Vorbereitungen für unser 60-jähriges Feuerwehrjubiläum hatten begonnen.

Der Festausschuss war schon gebildet. Um unser Dorfgemeinschaftshaus besser nutzen zu können, wurde der Bau einer Doppelgarage im Schulhof beschlossen. Diese sollte zur Unterbringung von Vereinsgegenständen und städtischen Gerätschaften dienen. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt und kompletter Eigenleistung aller handwerklichen Tätigkeiten wurde innerhalb eines Jahres der Anbau vollzogen. Unser unschöner Container zur Lagerung des Festzeltes hatte somit ausgedient.


1990

Der Sturm Wibke fegte über Deutschland hinweg. Auch unsere Gemeinde wurde nicht verschont. Mehr als 12 Stunden war Wollmerschied ohne Stromversorgung. Danach erfolgte die Stromversorgung weitere 2 Tage nur über einen Notstromgenerator der MKW. Wegen der Sturmschäden war unsere Wehr mit insgesamt 101 Stunden im Einsatz. Dabei mussten rund um Wollmerschied mehrere Hundert Bäume von den Straßen entfernt werden. Damit Edwin Hofmann seine Kühe melken konnte, wurde eine Notstromversorgung durch die Feuerwehr aufgebaut. Außerdem kam es zu einem Brand am Notstromaggregat von Johann Schwank.

Vom 13.07.1990 - 16.07.1990 feierten wir unser 60-jähriges Feuerwehrfest mit der K.u.K-Band und Schlagersänger Ronny. Hierbei wurden auch die langjährigen verdienten  Mitglieder geehrt.

Bei diesem Fest fand auch ein Umzug mit den Blauen Funken aus Lommersum statt. Mit den Blauen Funken aus Lommersum verbindet uns eine lange und tiefe Freundschaft. So manche Festlichkeit in unserem Dorf wurde durch unsere Freunde und Ihre musikalischen Beiträge verschönert.


1992

Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Hermann Rabenecker fand die Herbstabschlussübung in Espenschied statt. Es wurde angenommen, dass ein Bauernhof brannte. Alle Stadtteilwehren nahmen an der Übung teil.

In Wollmerschied wurde das Dorfgemeinschaftshaus mit dem renovierten Fachwerk fertiggestellt. Auch hier hatte die Feuerwehr den Ortsbeirat bei der Arbeit unterstützt. Das Dorfgemeinschaftshaus ist mit seinem Fachwerk zum Schmuckstück des Dorfes geworden.


1993

Ottmar Missler trat nach 15 Jahren als Vereinsvorsitzender zurück. Andreas Schwank wurde zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt.

Am 15.03.1993 wurde mit dem Anbau eines Toilettentraktes und einem neuen Unterrichtsraumes an die Feuerwehrhalle begonnen. Der Wasseranschluss und der Abfluss wurden installiert. Im November wurden die Fundamente mit der Bodenplatte gegossen.

Boris Urbaniak , Vorsitzender der Lorcher FDP übergab der Feuerwehr Wollmerschied eine Tragkraftspritze. Unser damaliger Wehrführer Leo Krist nahm diese Sachspende dankbar an. Die Feuerwehr bestand zu diesem Zeitpunkt aus 21 aktiven Mitgliedern.

Am 13. Oktober 1993 fand die feierliche Eröffnung des Dorfplatzes am Dorfgemeinschaftshaus statt. Die aktive Feuerwehr unter der Leitung des Wehrführers Leo Krist war hierzu eingeladen. Unter Leitung des Ortsbeirates und Mithilfe der Feuerwehr wurde ein weiterer Schritt zur Dorfverschönerung abgeschlossen.


1994

Der Rohbau für Toilettenanlage und Unterrichtsraum an der Feuerwehrhalle war fertiggestellt. Die aktiven Feuerwehrkameraden hatten wieder einmal gezeigt, was sie leisten können.

Erstmals veranstaltete die Feuerwehr Wollmerschied die jährliche Kirmes am Feuerwehrgerätehaus. Der Erlös sollte in den Anbau der Feuerwehrhalle fliesen, da für die Fertigstellung des Anbaues im gleichen Jahr keine finanziellen Mittel mehr von der Stadt Lorch vorgesehen waren.


1995

Pünktlich zum 65-jährigen Feuerwehrfest wurden die Toilettenanlagen an der Feuerwehrhalle fertiggestellt. Die rasche Fertigstellung ist besonders Leo Krist zu verdanken, der die kompletten Fliesarbeiten für die Toiletten übernommen hatte.

Die Feuerwehr Wollmerschied feierte ihr 65-jähriges Bestehen an der Feuerwehrhalle am 17. und 18. Juli 1995. Der Frühschoppen wurde von der Blaskapelle Lorchhausen gestaltet. Die große Tombola am sonntäglichen Nachmittag war der krönende Abschluss für viele Gäste. Des weiteren sorgten unsere Freunde des Fanfarenzuges aus Lommersum für die festliche Stimmung. Der Abschluss des Festes bildete die Helferfeier am Montag, bei der die Reste verputzt wurden.


1996

Es erfolgte die Fertigstellung des Feuerwehranbaues auch von außen. Nun hatte die Feuerwehr eine kurze Verschnaufpause. Es war jetzt Zeit, die Sportgemeinschaft bei dem Bau ihres Vereinsheimes zu unterstützen.

Am 06.02.1996 wurde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W von Reinhard Schuld und Edwin Hofmann bei der Fa. GFT in der Nähe von Heilbronn abgeholt. Am 22.03.1996 erfolgte dann die Übergabe des neuen TSF-W mit 500 l Wassertank und einer neuen Pumpe TS8/8 an die Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied.

Am 30.10.1996 verfügte unsere Feuerwehrhalle, 32 Jahre nach dem Einzug, über eine Zentralheizung. In den Jahren davor sorgte ein Frostwächter und ein Gasofen mit einer Gasflasche für eine angenehme Temperatur. Die Feuerwehr hatte zu diesem Zeitpunkt 23 aktive Mitglieder.


1997

Anschaffung eines neuen Festzeltes in Leichtbauweise, das wir erstmals zur Kirmes aufstellten. Die Abholung erfolgte durch den Vorstand bei Kaiserslautern.

Am 16. Mai 1997 zog ein Hagelgewitter über Wollmerschied. Hierbei lief bei Leo Krist die Garage mit Wasser voll, da der Kanal verstopfte. Die Feuerwehr war zum Abpumpen und Reinigen im Einsatz.

Heinz Fuchs und Leo Krist verschönerten im Mai unsere Feuerwehrhalle mit der Abbildung unseres Löschfahrzeuges LF16 auf der Wand neben der Eingangstür.

Außerdem wurden neue Kleiderspinde gebaut.


1998

Die Feuerwehren Ransel und Wollmerschied veranstalteten eine gemeinsame Übung am Forsthaus Wigwam.

Die neue Satzung und Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 30. Juli 1998 unter dem Namen „Freiwillige Feuerwehr Wollmerschied e.V.". Dies war notwendig, um die Haftung des Vereins zu regeln und die Gemeinnützigkeit der Feuerwehr darzustellen.

Zur Komplettierung unseres TSF-W wurde ein neues Notstromaggregat angeschafft.


2000

Es fand die letzte Atemschutzübung in Johannisberg statt, da die Feuerwehrschule geschlossen wurde. Seitdem müssen wir jährlich zur Atemschutzübung nach Idstein.


2001

Am 26.10.2001 geriet die Garage / Werkstatt von Werner Krist durch einen Kurzschluss in Brand. Durch das schnelle Eingreifen der Wehr war das Feuer schnell unter Kontrolle. Als Schaden waren Dach, Material und Werkzeug zu beklagen.

Die Wollmerschieder Ortsvereine errichteten mit dem Ortsbeirat die Tischtennisplatte neben der Feuerwehrhalle.

Eine gemeinsame Übung aller Stadtteilwehren fand in Lorch statt. Es wurde angenommen, dass die Lorcher Kirche brennt. Die Wollmerschieder Wehr war für die Wasserförderung aus dem Rhein verantwortlich.


2002

Vom Verein wurden neue Einsatzstiefel angeschafft, damit man auch im Winter bei Einsatz und Übung keine kalten Füße bekommt.

Am 21.06.2002 hatten wir unser TSF-W und eine Mannschaft zur Brandschutzwache zum Hessentag in Idstein entsandt.

22.08.2002 Einsatz bei einem Verkehrsunfall  im Werkerbachtal (Nähe Sauerbrunnen).

Ein Defibrilator, eine Sauerstoffeinheit und ein Notfallrucksack zur Ersthilfe wurden angeschafft. Die Finanzierung erfolgte aus Spenden und Vereinsmitteln. Am 17.12.2002 war die erste Voraushelfergruppe im Rheingau-Taunus Kreis einsatzbereit.


2003

Der Verein finanzierte in Eigenleistung einen Hochleistungslüfter für die Einsatzabteilung.

Am 21.04.2003 wurde die Feuerwehr Wollmerschied zum Einsatz nach Espenschied gerufen. Der Trockner von Benno Bastian brannte. Mit Atemschutz und dem Einsatz eines Lüfters wurde der Brand gelöscht und der Qualm beseitigt.

Am 20.08.2003 leistete unsere Wehr Hilfe bei einem Verkehrsunfall an der Waldkreuzung der L337.

Insgesamt wurde die Wehr in diesem Jahr zu 15 Einsätzen gerufen.


2004

Im Februar 2004 wurde die Anschaffung eines Fahrzeuges und der Bau einer Garage für das Voraushelferfahrzeug beschlossen. Reinhard Schuld als Chef der Voraushelfer und langjähriger Gerätewart war die treibende Kraft für dieses Projekt. Innerhalb kürzester Zeit erhielt er die Baugenehmigung. Somit konnte im August 2004 schon mit dem Garagenanbau begonnen werden. Im Oktober konnten wir schon Richtfest feiern.

Nun, da die Garage fertig gestellt war, musste auch ein Fahrzeug her. Bereits im November war es soweit. Das Voraushelferfahrzeug MTW wurde in Bad Neuenahr von Harald Schuld, Reinhard Schuld, Timo Schuld und Kevin Schwank abgeholt. Das vorher als Schulbus genutzte Fahrzeug wurde zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut.

Zu bemerken sei, dass dies alles ohne finanzielle Unterstützung der Stadt geschah. Die Finanzierung erfolgte über Spenden und Vereinsgelder. Es wurden über 1000 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht.

In 2004 wurde die Feuerwehr zu insgesamt 17 Einsätzen gerufen, so oft wie noch nie innerhalb eines Jahres. Davon waren 4 Brandeinsätze, 6 Technische Hilfeleistungen und 7 Voraushelfer-Einsätze.


2005

Die Feuerwehr Wollmerschied feiert ihr 75jähriges bestehen.

Rheingau Echo vom 16.06.2005


Rheingau Echo vom 16.06.2005


2007

Am 29.06.2007 um17.30 Uhr wurde die Feuerwehr auf das Feld von Werner Krist gerufen, wo 9 Rundballen Heu und eine Palette mit Abdeckfolie bereits in voller Ausdehnung brannten. Aufgrund der starken Rauchentwicklung waren 9 Atemschutzträger im Einsatz. Das Feuer wurde gelöscht, aber eine Rettung des Heus war nicht mehr möglich.

Am 09.12.2007 fand auf der Straße zum Neuhof ein Waldweihnachtsmarkt statt. Standbetreiber aus der Umgebung boten ihre Waren (Handarbeiten, Glas, Gewürze usw.) an. Für das leibliche Wohl sorgte unter anderem die Feuerwehr mit Waffeln, Bratwurst, Glühwein und anderen Köstlichkeiten. Die Kinder konnten am Lagerfeuer ihr eigenes Stockbrot backen. Bei Anbruch der Dunkelheit zeigte ein Feuerspucker sein Können und rundete den Tag, der erst in den späten Abendstunden zu Ende ging, ab.


2008

Am 26.01.2008 hatte die Feuerwehr einen Wohnungsbrand in der Rheingaustraße bei der Familie Napieraj zu bekämpfen. Eine Tür sowie Wand- und Bodenverschalungen wurden von dem Feuer zerstört. Ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Haus konnte verhindert werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war die Brandbe­kämpfung nur unter Atemschutz möglich. Zwei Bewohner wurden ins Krankenhaus gebracht, konnten es aber am gleichen Tag wieder verlassen.

Am 08.04.2008 in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eilten die Feuerwehren von Ransel und Wollmerschied zu einem Brand in die Unterstraße nach Ransel zu Wilfried Fuchs. Das Feuer brach in einem Gebäude aus, das unmittelbar an ein Wohnhaus grenzte. In dem Gebäude befanden sich größere Mengen Brennholz, was die Brandbekämpfung erheblich erschwerte und welche nur durch den Einsatz von Löschschaum möglich war.

Am 03. + 04.05.2008 übernahm die Feuerwehr zu ersten Mal die Bewirtung an der Panzerstraße Lorch bei dem internationalen Bergrennen „Sauerburg-Classics“. Es wurde ein Getränkestand aufgebaut, den man in der Rüdesheimer Weinkellerei ausgeliehen hatte, in dem Bier, Wein und alkoholfreie Getränke ausgeschenkt wurden. Nebenan wurde ein Zelt aufgebaut, wo man Gegrilltes und Pommes frites verkaufte. Außerdem wurden Kaffee und von den Frauen selbstgebackener Kuchen angeboten. Des Weiteren war ein Einsatzteam vor Ort, das bei Unfall oder Ölspur sofort reagieren konnte. Man sah viele Oldtimer und erlebte einen interessanten Tag bei strahlendem Sonnenschein.



Die Wehrführer und ihre Stellvertreter

Wehrführer

Stellvertreter

von

Bis

Johann Korn

Jakob Schwank II

1930

1934

Karl Schuld

Jakob Leitz

1934

1942

Martin Schuld

?

1945

1952

Josef Kail

Walter Arz

1952

1962

Nikolaus Spreitzer

Walter Arz

1962

1971

Jürgen Schwank

Norbert Hiller

1972

1973

Bernd Schuld

Leo Krist

1974

1977

Bernd Schuld

Ottmar Missler

1977

1978

Bruno Missler

Ottmar Missler

1978

1981

Bruno Missler

Reinhard Schuld

1981

1983

Friedel Schuld

Bruno Missler

1983

1986

Leo Krist

Edwin Hofmann

1986

1993

Edwin Hofmann

Paul-Heinz Schuld

1993

1994

Edwin Hofmann

Harald Schuld

1994

2010

Harald Schuld Mario Michel 2010 heute

1943 - 1944 gab es wegen Ableistung des Kriegsdienstes kein Brandmeister.